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Freitag, 14. März 2014

Kleiner Wochenendgruß

Ihr Lieben, heute husch ich hier nur kurz durch und lass euch ein paar Blümchen zum Wochenende da.
Die Zweige habe ich von Freunden bekommen, die doch tatsächlich JETZT ihr Magnolie geschnitten haben.

Wirklich dran geglaubt habe ich ja selber nicht, aber die fest verschlossenen Knospen haben sich in der Wärme meiner Küche alle geöffnet! Nun erfreue ich mich jeden Tag an der Zartheit dieser Blüten!
 
Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende mit wenigstens noch ein bisschen Sonne!

Samstag, 22. Februar 2014

Grünkohl mal anders

Dorothée feiert den dritten Geburtstag ihres Blogs Bushcooks Kitchen mit einem fulminanten Blogevent und wünscht sich dafür Rezepte zum Thema Winter-Soulfood. Nun das kann sie haben...

Mir als waschechte Bremer-Dern, fällt zu diesem Thema sofort eins ein: Grünkohl, in Bremen Braunkohl genannt! Nun ist aber die klassische Zubereitung sehr deftig und mit Kassler, Kochwurst und Pinkel nicht unbedingt etwas für zarte Gemüter. Und da Dorothée auch gerne noch einen Hauch von Frühling dabei hätte, wollte ich den Grünkohl gerne mal etwas anders präsentieren, nämlich in:

Grünkohl-Ravioli

Da traf es sich doch wunderbar dass von meinem letzten Menü noch ein Rest Grünkohl in  meinem Kühlschrank schlummerte.

Also schnell den Nudelteig zubereiten! Dafür 125g Weizenmehl, 25g Hartweizengrieß, ein Ei, zwei Eigelb und einen EL Olivenöl zu einem geschmeidigen Teig verkneten, in Folie wickeln und eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

In der Zwischenzeit den Grünkohl, es waren ungefähr drei guten Hände voll, von den Strünken zupfen, die dicken Blattrippen entfernen, sehr gründlich waschen und verlesen, kurz in Salzwasser blanchieren und anschließend mittelfein hacken. Eine Schalotte in feine Würfel schneiden und in einem EL Salzbutter anschwitzen. Den Grünkohl dazugeben und mitrösten bis er etwas weicher ist. Mit einem guten Schuss Sahne ablöschen und cremig einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer, einer Prise Zucker und ganz wenig Muskatnuss kräftig abschmecken und ganz abkühlen lassen.

Den Nudelteig mit der Nudelmaschine schön dünn ausrollen, mit dem Grünkohl füllen und Ravioli ausstechen. Ich mach das schon lange mit einem Raviolibrett, aber es geht auch gut ohne. Die Ravioli lege ich immer auf etwas Hartweizengrieß, damit sie nicht ankleben. Nun kann man sie entweder direkt kochen oder auch sehr gut einfrieren. Dazu lege ich sie einzeln nebeneinander auf ein Blech und friere sie so ein. Wenn sie gefroren sind kann man sie wunderbar in Gefriertüten umpacken. Wenn man die Ravioli genießen möchte, einfach gefroren in kochendes Salzwasser geben und ca. 4 min. köcheln lassen. 


Nun sind die Ravioli irgendwie ja erst die halbe Miete und brauchen dringend noch einen starken Partner an ihrer Seite.

Für Fisch bin ich immer zu haben und da fällt im Februar meine Wahl natürlich auf den wunderbaren Skrei! Dazu nun noch ein Sößchen mit ein bisschen Bumms, das verträgt der Grünkohl nämlich ausgezeichnet, und fertig ist das Gericht:

Grünkohlravioli mit Skreifilet, Chorizoschaum und gebratener Chorizo

Für den Chorizoschaum habe ich ca. 50g Chorizo gewürfelt und in einem Tl Olivenöl ausgelassen, mit 250ml Fischfond aufgegossen, etwas einreduziert und mindestens 30 min ziehen lassen. Bei mir stand es einen halben Tag... Anschließend die Chorizowürfel abseihen, den Fond wieder erhitzen, mit ca. 100ml Sahne auffüllen und einreduzieren. Mit etwas Salz, Pfeffer und einem Hauch scharfen, geräucherten Paprikapulver abschmecken. Einen knappen TL Lezithin einrühren und mit dem Pürierstab kräftig aufschäumen.


Die Kombination hat uns sehr gut gefallen. Die leicht herbe Grünkohlfüllung verträgt sich wirklich gut mit dem leicht scharf-würzigen Schaum und dem buttrigen Fisch. Die gebratenen Chorizowürfel rundeten das Ganze wunderbar ab.

Nun hoffe ich Dorothée ist mit mir zufrieden...
3 Jahre Bushcooks Kitchen - Blog-Event Winter-Soulfood

Donnerstag, 16. Januar 2014

Sonne auf dem Teller

Manchmal braucht es gar nicht viel zum glücklich sein.
Eine warme Suppe mit weichen, leicht exotischen Aromen an einem nasskalten Tag.
Eine Farbe die förmlich vom weißen Teller strahlt und das Grau des Tages etwas heller macht.
Und dazu ein Stückchen Baguette vom Lieblingsbäcker, der wirklich noch so backt wie früher und in dessen Brot Zusatzstoffe mal so gar nichts verloren haben. 
Genau so eine Suppe gab es heute bei uns und mich hat sie glücklich gemacht. 50% meiner Kinder waren auch begeistert... :-)

Möhren-Kokos-Suppe
5 große Möhren, gewürfelt
1 Schalotte, fein gewürfelt
1 große Kartoffel, gewürfelt
1 kleines Stückchen Ingwer, fein gehackt
ca. 500 ml Geflügelfond
150 g Kokosmilch (oder mehr, bei mir der Rest aus der Dose)
Olivenöl
roter Kampot-Pfeffer, frisch gemörsert
Salz

Möhren, Schalotte und Kartoffeln im Olivenöl anschwitzen, Ingwer dazu und kurz mitgaren, mit 300 ml des Geflügelfonds ablöschen und die Kokosmilch dazugeben. Das Ganze auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Pürieren und je nach gewünschter Konsistenz mit dem Hühnerfond auffüllen. Mit Salz und dem Kampot-Pfeffer abschmecken.

Schnell, einfach, gesund und soooooo köstlich.

Und das Beste: Die Suppe ist unglaublich wandelbar. Ob mit zusätzlich Curry und Chili, oder mit kleinen gebratenen Lammhackbällchen oder Garnelen oder...

Mittwoch, 8. Januar 2014

Noch Lust auf ein paar Kalorien?

Bevor es in den nächsten Wochen hier eher leicht und kalorienarm zugehen wird, gibt es heute nochmal eine schön winterliche Schwarzwälderkirschtorte oder neudeutsch: Black Forest Cake.

Die Torte gab es bei uns schon am 1.Weihnachtsfeiertag und da sie selbst mir Backdussel sehr gut gelungen ist muss sie noch schnell verblogt werden...

Schokoladenbiskuit:
3 Eier
eine Prise Salz
80 g Zucker
 1 El Vanillezucker
50 g Mehl
2 gute El Speisestärke
2 gute El Kakao
1 Tl Zimt
1 Tl Backpulver

Eine 20er Springform mit Backpapier auslegen. Eier trennen, Eiweiß mit dem Salz steif schlagen und dabei Zucker und Vanillezucker einrieseln lassen. Das Eigelb unterziehen. Mehl, Stärke, Kakao, Zimt und Backpulver mischen, auf die Eimasse sieben und vorsichtig unterheben. Masse in die Form füllen und glatt streichen. Im auf 175°C vorgeheiztem Ofen 20-25 min backen.
Aus dem Ofen nehmen, sofort vom Springformrand lösen, etwas abkühlen lassen, aus der Form nehmen, vorsichtig das Backpapier abziehen. Auskühlen lassen.

Füllung: 
1 Glas Kirschen 720 ml
2 El Zucker
40g Speisestärke
ausgekratztes Mark einer Vanilleschote
600g Sahne
3 El Vanillezucker
12 El Kirschwasser

Kirschen abtropfen lassen, dabei den Saft auffangen. 5 El Saft abnehmen, mit dem Zucker und der Speisestärke glatt rühren. Restlichen Kirschsaft zusammen mit dem Vanillemark aufkochen, angerührte Stärke einrühren und eine Minute köcheln lassen. Von der Hitze nehmen, Kirschen unterrühren und auskühlen lassen.

Sahne steif schlagen, dabei den Vanillezucker einrieseln lassen. Den Biskuit zweimal waagerecht durchschneiden und jeden Boden mit 4 El Kirschwasser tränken. Um den unteren Boden einen Tortenring legen. Die Hälfte der Kirschen darauf verteilen. Sahne fingerdick darauf streichen. Den mittleren Boden draufsetzen, die restlichen Kirschen darauf verteilen und wieder fingerdick mit Sahne bestreichen. Den dritten Boden aufsetzen und die Torte drei Stunden kalt stellen, bei mir über Nacht.

Den Tortenring lösen. Die Torte rundherum mit Sahne bestreichen und wer mag mit Schokoladenbäumen verzieren.

Und so sieht die Torte angeschnitten aus:
Rezeptinspiration: Lecker.de

Sonntag, 5. Januar 2014

Silvesternachlese

Seid ihr alle gut ins neue Jahr gekommen? Ich wünsche euch auf jeden Fall ein wundervolles Jahr 2014!

Wie haltet ihr es mit dem Silvester feiern, ganz ruhig alleine zuhause oder vielleicht mit Freunden? Oder seid ihr mehr so der Partytyp, der es an solchen Tagen so richtig krachen lässt?

Wir feiern schon seit einigen Jahren immer mit acht Erwachsenen und einer ganzen Horde Kindern bei uns zuhause. Für die Verpflegung der Kinder sind unsere Freunde zuständig und wir für die Versorgung der Erwachsenen. Also wieder mal eine super Gelegenheit ein aufwendiges Menü zu kochen.

Deshalb hier unser
Silvestermenü 2013/14...
 Ein Gedeck in voller Schönheit...

Beeftatar mit Senfeis und Brotchip

Rauchüberraschung von der Lachsforelle mit Rote-Beete-Carpaccio und Wintersalaten

 Tortellini mit Fontina-Käse, Maronen und Entenhautcroutons

Zanderfilet auf Beluga-Kürbis-Linsen

Granité aus Blutorange, Campari, Zimt

Hirschkalbsrücken auf Rehragout mit Rotkohlpüree, Steinpilzschupfnudeln, Safranbirne und Preiselbeergelee

Ziegenkäsecreme mit Cerealien und Sanddorn


 Bitterschokoladentarte, Curryeis, karamellisierte Ananas, Kokos-Panna-Cotta und Ananasluft

Anrichtetechnisch war diesmal leider noch viel Luft nach oben, aber geschmacklich war es wirklich toll.
Einzelne Gänge werde ich in der nächsten Zeit noch genauer vorstellen. Solltet ihr an irgendwelchen Rezepten besonders interessiert sein, dann nur raus damit...