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Montag, 16. Juli 2012

Menü für Zwei

Ihr Lieben, nun ist seit dem letzten Post schon wieder soooo viel Zeit ins Land gegangen. Leider hat es mit gesundheitlich wirklich ziemlich umgehauen und ich erhole mich nur langsam, da steht der Blog halt hinten an!

Inzwischen geht es mir aber schon wieder so gut, dass ich für meinen Mann und mich ein kleines, aber feines Menü für Zwei zaubern konnte. Es war einfach wunderschön und ich habe es sehr genossen mal wieder etwas aufwendiger kochen zu können. Das ist für mich Erholung pur und überhaupt keine Arbeit! Ich liebe es ein Menü erst tagelang zu planen und zusammenzustellen und dann ganz in Ruhe zu kochen.
 Ein liebevoll gedeckter Tisch gehört natürlich auch dazu. Ganz rechts seht ihr die selbst gebackenen Buttergrissini, die es vorab zum Knabbern gab.
Vorspeise: Büffelmozarella, Ofentomaten, Basilikumpesto
 Zwischengang: Rotbarbenfilet auf Rosmarincreme mit karamellisierten Orangen-Fenchel.
 Hauptgang: Lammrücken mit Marillenreis und Kaffeesauce, nach einem Rezept der wunderbaren Eline
Dessert: Kirschtarte

Wie immer gilt, bei Interesse reiche ich die Rezepte gerne nach!

Montag, 23. April 2012

Es wäre ja auch zu schön gewesen...


...wenn ich mein Versprechen wieder öfter zu bloggen auch hätte einhalten können. Ich hätte auch wirklich viel zu erzählen: Von zwei wunderbaren Kindergeburtstagen, von herrlichen Kuchen, neuen Anbauten und einer Lok zum Grillen.

Aber nein, da macht mir doch mein widerspenstiger Körper einen dicken Strich durch die Rechnung! Knapp an einer Lungenentzündung vorbei zwingt er mich zu Antibiotikum, viel heißem Tee und noch mehr Ruhe!

Also werdet ihr wohl noch ein wenig auf die Neuigkeiten hier warten müssen. In diesem Sinne mach ich jetzt hier erstmal zu...


Donnerstag, 12. April 2012

DANKE

Vielen Dank ihr Lieben für die vielen besorgten Mails. Es geht mir gut, ich war nur einfach total blogmüde und mochte noch nicht mal eure tollen Blogs besuchen. Außerdem hatten wir hier in den letzten Monaten unglaublich viel um die Ohren, dazu aber die Tage mehr...!

Als Dankeschön dass ihr mich nicht vergessen habt, gibt es heute mal ein paar Fotos von einer meiner Kamelien, die sich nun doch noch entschlossen hat ihre zahlreichen Knospen zu öffnen. Ich dachte schon der letzte späte Frost hätte ihnen den Gar ausgemacht.
 Diese Kamelie mag ich besonders gerne. Seht ihr die kleinen pinkfarbenen Flecken, so schön! Jede Blüte sieht anders aus.
 Auch die Knospen sind total unterschiedlich, hier mal ein Modell in pink.
 Jetzt reichts aber mit den Blümchenfotos...
Ich gelobe auch Besserung, auf das der nächste Post nicht wieder so lange auf sich warten lässt...

Mittwoch, 11. Januar 2012

6.Gang

Ich schulde euch ja noch den krönenden Abschluss unseres Menüs, das Dessert!
Lasagne von Vanilleeis und Safranbirnen mit lauwarmen Schokoküchlein

Nun der Reihe nach:

Die Safranbirnen
sind nach einem Rezept von Nicole Stich.
Dafür 600 ml Wasser mit 250 g Zucker zum Kochen bringen, Hitze zurücknehmen. Eine Vanilleschote aufschneiden, Mark herauskratzen und beides zum Zuckersirup geben. Ebenso den Saft einer Limette und ein Döschen Safranfäden. 6 feste Birnen schälen, halbieren und entkernen und zum Sirup geben. Abgedeckt vorsichtig weich köcheln lassen, die Birnen dürfen dabei nicht zerfallen. Dann die Birnen in ein Einmachglas schichten und mit soviel Sirup übergießen, dass alle Früchte bedeckt sind. Im Kühlschrank mindestens über Nacht durchziehen lassen. Den restlichen Sirup habe ich noch stark einkochen lassen und nachher als Deko mit auf den Dessertteller getan.  

 Für die Lasagne:
habe ich dieses Rezept genommen und statt Sesam gemahlene, geröstete Mandeln verwendet und dann als kleine "Lasagneplatten" gebacken. Das geht auch schon eine Woche im Voraus, wenn die Platten in einer gut schließenden Vorratsbox aufbewahrt werden.
Zum Anrichten dann jeweils eine Platte mit etwas selbst gemachten Vanilleeis (wenn jemand das Rezept möchte, bitte schreien) und einer hauchdünnen Scheibe Birne belegen, dann wieder eine Platte usw. Dazu gab es dann noch jeweils eine halbe Birne mit auf den Dessertteller.

Das lauwarme Schokoküchlein
 ist nach diesem Rezept, das ich euch wirklich ans Herz legen möchte. Bei mir kommt immer die Hälfte des Rezepts in eine Mini-Muffinform und wandert dann in den Tiefkühler. Oft back ich die Küchlein auch etwas länger, so dass die Mitte nicht mehr flüssig, sondern nur noch feucht ist.

Ich hoffe mein Menü hat euch gefallen. Ich bin schon wieder in die Planungen für ein neues Menü eingestiegen...

Sonntag, 8. Januar 2012

5.Gang

Den Hauptgang meines Menüs gibt es heute mit einem Tag Verspätung und auch in etwas verkürzter Form. Mich hält immer noch ein fieser Virus in seinen Klauen. Außerdem hat mein Großer gestern getestet wer stärker ist, seine Hand oder der Türrahmen....mit eindeutigen Ergebnis! So habe ich den Abend also in der Notfallambulanz verbracht und bin heute mit Krankenpflege beschäftigt.

Das Foto des Hauptganges ist auch mit Abstand das Schlechteste, da bei schlechtem Licht und mit dem Handy aufgenommen. Und da mich dieser Gang doch etwas in Stress gebracht hat, ist er auch leider nicht so wirklich schön angerichtet.

Rinderfilet auf Rotwein-Schalotten-Butter mit Rosenkohlblättchen, glasierten Maronen und Glückspolenta
Das Rinderfilet habe ich nach genau diesem Rezept gemacht. Es ist wirklich perfekt!

Für die Polenta: 500 ml Brühe aufkochen, 200 g Polenta einrühren dabei gut rühren, damit sich keine Klumpen bilden. 3 El Butter dazu geben und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Polenta ca. 20 min ziehen lassen. Sollte sie danach noch zu fest sein, noch etwas Milch unterrühren. Auf eine mit Backpapier ausgelegte Platte streichen und auskühlen lassen. Kurz vorm Servieren die gewünschten Motive ausstechen und in etwas Butter knusprig braten.

Für die glasierten Maronen: 30 g Butter mit einem Tl Zucker in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen und hellbraun karamellisieren lassen. 150 g gekochte und geschälte Maronen dazugeben und den Saft von einer Orange angießen. Die Pfanne bei mittlerer Hitze vorsichtig schwenken, bis ein leichter Sirup entstanden ist.

Ich denke die Rosenkohlblättchen sind klar, oder? Wenn nicht dann bitte schreien.

Freitag, 6. Januar 2012

4.Gang

Nachdem ja doch ein paar von euch an den Rezepten interessiert sind, geht es heute hier weiter mit dem Orangensorbet.
Das Sorbet hat in einem großen Menü die Aufgabe die Geschmacksnerven zwischen Fisch- und Fleischgang zu erfrischen und zu reinigen. Ich bin persönlich ein sehr großer Fan von Sorbet als Zwischengang und deshalb musste es auch in dieses Menü unbedingt mit rein.
Allerdings war mir dieses schon fast zu süß, obwohl ich die Zuckermenge des Originalrezeptes schon reduziert habe. Geschmeckt hat es aber trotzdem!

Orangensorbet

Zwei Blatt weiße Gelatine in kaltem Wasser einweichen, 250 ml Orangensaft (frisch gepresst) mit 200 g Zucker zum Läuterzucker kochen, ausgedrückte Gelatine reingeben und abkühlen lassen. Eine Orange so schälen, dass auch die gesamte weiße Haut mit entfernt wird, kleinschneiden, mit dem Saft von einer Zitrone und dem Läuterzucker ca. 3 min sehr fein pürieren. Zwei frische Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen und unter das Orangenpüree heben. In der Eismaschine cremig gefrieren lassen. Geht aber auch ohne, dann aber alle halbe Stunde mit dem Schneebesen gut durchrühren.
Pro Person eine kleine Kugel Sorbet in ein Glas geben und sofort servieren.
Das Originalrezept stammt aus "Der grosse Lafer"

Donnerstag, 5. Januar 2012

3.Gang

Heute geht es weiter mit dem Pastagang. Das war der optisch am wenigsten ansprechende Gang. Beim nächsten Mal werde ich die hauchdünnen Rauchlachsstreifen, die ich vorbereitet hatte auch über das fertig angerichtete Gericht geben und nicht im Kühlschrank vergessen. Das hätte dem Ganzen noch etwas mehr Farbe gegeben!

Geschmeckt hat es aber sehr gut. Und wirklich jeder meiner Gäste hat um Nachschlag gebeten.
 Ravioli mit Rauchlachsfüllung in Weißweinschaum

Für den Nudelteig 250g Mehl mit einer guten Prise Salz, 2 Eiern und zwei El Olivenöl zu einem glatten, geschmeidigen und seidigen Teig kneten. Das dauert eine Weile, also bitte nicht die Geduld verlieren. Sollte der Teig noch zu trocken sein, die Hände mit Wasser befeuchten und so nach und nach etwas mehr Feuchtigkeit in den Teig kneten. Den fertigen Teig in Frischhaltefolie wickeln und gut 30 min rasten lassen.
In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Hier kann ich euch leider kein genaues Rezept geben, denn ich hab das mehr so frei Schnauze gemacht...
Ca. 150g guten Rauchlachs mit etwas Sahne fein pürieren, etwa einen halben Becher Frischkäse unterrühren und mit frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer, wenig Salz und einer guten Prise Piment d´Espelette pikant abschmecken.
Den Teig ausrollen und mit dieser Füllung füllen.
Die Raviolis kann man hervorragend vorbereiten. Ich habe sie bestimmt schon zwei Wochen im Voraus, ganz in Ruhe zusammen mit meinen Kindern zubereitet und dann eingefroren. Vorm Servieren einfach gefroren in kochendes Salzwasser geben und gar kochen.
Für den Weißweinschaum eine Schalotte würfeln und in etwas Öl andünsten. mit 100 ml Hühnerfond und 100 ml Weißwein ablöschen. 100 g Ricotta einrühren und etwas reduzieren lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem Pürierstab kräftig aufschäumen. Den Schaum mit einem Löffel abnehmen, über die angerichteten Ravioli geben und sofort servieren.
Wenn ihr wollt geht es morgen weiter mit dem Sorbet, oder interessieren euch die Rezepte nicht so?

Mittwoch, 4. Januar 2012

2.Gang

Und weiter geht es heute mit der 
 Steinpilzessenz mit Haselnussklösschen

Dieses Rezept habe ich von hier und hier übernommen. Der besseren Übersicht halber schreibe ich es euch aber noch mal auf.

Für die Essenz:

Einen 3/4 Liter kräftige Hühnerbrühe (selbstgemacht) mit einem 1/4 Liter kräftiger Wildfond (auch selbstgemacht) erhitzen, vom Herd nehmen und 20 g getrocknete Steinpilze etwa 30 Minuten in den Fonds einweichen lassen. Einmal aufkochen, 4 Zweige frischen Thymian dazugeben und alles bei kleiner Hitze etwa 30 min ziehen lassen. Immer mal wieder probieren, damit nichts bitter wird. 
Vom Herd nehmen und die Essenz durch ein Mulltuch oder Küchenkrepp filtern und mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken.

Kurz vorm Servieren habe ich noch einen kleinen Schuss Sherry dazu getan.

Die Essenz schmeckt wirklich sehr fein und kommt mit wenigen Zutaten aus. Deshalb ist es meiner Meinung nach auch besonders wichtig, dass diese Zutaten von bester Qualität sind. Ich möchte euch deshalb wirklich sehr empfehlen die Fonds selber zu machen, man schmeckt den Unterschied! Solltet ihr dazu Fragen haben, dann mailt mir gerne.

Für die Klösschen:

30 g weiche Butter mit 2 Eiern schaumig rühren. 60 g gemahlene, geröstete Haselnüsse und 40 g Semmelbrösel untermischen, mit einem TL Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Masse gut 10 min quellen lassen und dann mit Hilfe von zwei Tl Nocken formen und in kochendes Salzwasser gleiten lassen. Hitze reduzieren und die Klösschen ca. 6 min gar ziehen lassen.

Die Essenz habe ich schon eine gute Woche vor der Party gekocht und sofort eingefroren. Und auch die Klösschen habe ich vorbereitet, gekocht und dann auf einem Gitter liegend eingefroren. Sobald sie gefroren sind, kann man sie in einen TK-Beutel umfüllen. Morgens dann nur noch beides auftauen, die Essenz erwärmen, die Klösschen in wenig Salzwasser warm werden lassen und vorm Servieren in die Essenz geben.

Dienstag, 3. Januar 2012

1. Gang

Ich danke euch für euer großes Interesse an meinem Menü und auch für die vielen Mails, in denen ganz besorgt gefragt wurde ob ich denn überhaupt zum Feiern gekommen wäre. Ich kann euch wirklich beruhigen. Ich habe kaum jemals ein entspannteres Essen serviert, denn vieles konnte ich super vorbereiten und dass werde ich euch auch zu den Rezepten immer mit dazu schreiben.

In einem Punkt muss ich euch allerdings enttäuschen: Es wird keine schönen Fotos der Gerichte geben. Bei der Feier war es mir einfach wichtiger die Gerichte schön angerichtet und warm zu meinen Gästen zu bringen, so dass ich keine Fotos gemacht habe. Die meisten Fotos hat ein Freund von uns mit seinem Handy aufgenommen, dem entsprechend ist auch die Qualität der Bilder.

Aber nun geht es los mit dem ersten Gang:

Tatar von Avocado und grünem Apfel mit Knusperstange

Für sechs Portionen:
Einen halben grünen Apfel schälen, entkernen und in kleine Würfelchen schneiden, mit dem Saft von einer Limette beträufeln. Eine kleine, reife Avocado in ebenso große Würfelchen schneiden, zu dem Apfel geben und vorsichtig umrühren, damit alles etwas von dem Limettensaft abbekommt. Eine kleine Schalotte, eine dünne Scheibe Ingwer und ein kleines Stück Chilischote in klitzekleine Würfelchen schneiden und dazu geben. Etwas Koriandergrün fein hacken und unter das Tatar heben. Mit einem El Olivenöl mit Zitrone, einem El Apfelbalsam, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Knusperstange eine Rolle frischen Blätterteig ausrollen, das mittlere Drittel mit etwas geriebenem  Käse und frisch gemahlenen, schwarzen Pfeffer bestreuen, das obere Drittel darüber klappen und gut fest drücken, auch noch mal mit Käse und Pfeffer bestreuen und darüber das untere Drittel klappen. In zwei bis drei cm breite Streifen schneiden und mehrfach in sich selbst verdrehen. Auf ein Backblech legen und im auf 200° C vorgeheizten Backofen in ca. 15 min knusprig backen.

Sowohl das Tatar als auch die Knusperstange können schon am Vormittag vorbereitet werden und brauchen dann am Abend nur noch angerichtet zu werden.

Das Tatar ist sehr erfrischend und ein wunderbarer Einstieg in ein mehrgängiges Menü. Das Originalrezept stammt von hier.

Montag, 2. Januar 2012

Gut rein gekommen?

Ihr Lieben,
ich wünsche euch ein wundervolles neues Jahr.

Seit ihr gut reingekommen? Große Party oder ganz still und leise?

Ich durfte für gute Freunde kochen und wer mich kennt weiß, dass man mir damit eine wirkliche Freude bereitet. So habe ich schon Wochen vor der Party nach Rezepten gestöbert, zusammengestellt, gekocht und ausprobiert. Herausgekommen ist ein siebengängiges Menü!
Wir waren sechs Personen und haben tatsächlich von 19 Uhr bis weit nach Mitternacht geschlemmt! Natürlich nicht ununterbrochen! Es war wirklich wunderschön und auch meine Gäste sind glücklich und satt nach hause gegangen.

Ich habe mir gedacht, ich stelle euch in den nächsten Tagen mal mein Menü im Einzelnen vor. Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen.

Göga hatte noch ein paar wunderschöne Menükarten gebastelt, so dass unsere Gäste schon mal das lesen konnten:
 Also dann bis morgen!